Urban Gardening: Grüner Hedonismus

von Thomas am 30. Juli 2009

Niemand wacht morgens auf und hat folgende Vision:

Ich will mit einem suburbanen Zwischennutzungsprojekt im Rahmen des Stadtumbaus eine Brachfläche in meinem Wohnumfeld mittel- bis langfristig ästhetisch aufwerten und durch nachhaltige Weiterentwicklung mittels Verknüpfung von ökologischer Landwirtschaft, Gartenbau, pflegearmen Tierrassen, Gesundheit/Erholung und Bildung sowohl einen Treff- und Verwurzelungspunkt für MigrantInnen, einen Kinderbauernhof und ein Netzwerk aus Landwirten, Verarbeitern, Vermarktern und Verbrauchern schaffen, welches langfristig die Entwicklung einer Regionalmarke zum Ziel hat!

Bereits 2006 wurde die Theorie der urbanen Landwirtschaft von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in einem Workshop auf unnachahmlich schnarchige und leidenschaftslose Art durchgeackert, während in Kairo, Havanna, London, Melbourne, Mumbai, Bangkok, Beijing, Shenzen und New York City längst getan wurde was getan werden musste: Nämlich mitten in der Stadt das eigene Gemüse anbauen, sei es im Garten, auf dem Balkon oder auf dem Dach.

Die Jungbauern vom prinzessinnengarten.net wollen nicht warten und haben schon mal angefangen, am Moritzplatz in Kreuzberg:

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